Montag, 3. Dezember 2012

Rammstein - Hilf` mir

Ich war ganz allein zu Haus
Die Eltern waren beide aus
Da sah ich plötzlich vor mir stehen
Ein Schächtelchen, nett anzusehen

Ei, sprach ich, wie schön und fein
Das muss ein trefflich Spielzeug sein
Ich zünde mir ein Hölzchen an
Wie's oft die Mutter hat getan

 
Immer wenn ich einsam bin
Zieht es mich zum Feuer hin
Warum ist die Sonne rund
Warum werd ich nicht gesund

 
Es greift nach mir, ich wehr mich nicht
Springt mir mit Krallen ins Gesicht
Es beißt sich fest, es schmerzt mich sehr
Ich spring im Zimmer hin und her

Oh weh die Flamme fäßt das Kleid
Die Jacke brennt es leuchtet weit
Es brennt die Hand, es brennt das Haar
Ich brenn am ganzen Leib sogar

 
Immer wenn ich einsam bin
Zieht es mich zum Feuer hin
Warum ist die Sonne rund
Warum werd ich nicht gesund -
Das Feuer liebt mich
Hilf mir
Das Feuer liebt mich nicht -
Das Feuer liebt mich

 
Ich bin verbrannt mit Haut und Haar
Verbrannt ist alles ganz und gar
Aus der Asche ganz allein
Steig ich auf zum Sonnenschein
Das Feuer liebt mich
Das Feuer liebt mich nicht

Hilf mir

Sonntag, 2. Dezember 2012

In der Nacht hat es geschneit. Mein größter Geburtstagswunsch ging dieses Jahr in Erfüllung. Und aus Dankbarkeit darüber verbrachte ich die Nacht zu meinem Geburtstag fressend und kotzend im Bad.

Genau genommen bin ich aber erst Nachmittags, ich glaube um 14:33 geboren worden. Demnach zählt der Aussetzer heute Nacht noch nicht zu meinem Geburtstag. Allerdings zählt der Schnee dann auch noch nicht. Und mittlerweile ist er schon wieder geschmolzen. 

 Zählen. Zahlen. Zerstörend.

14:33

Happy Birthday!


Ziele für das neue Lebensjahr:
Erneutes Spiel mit dem Feuer

  
Böhse Onkelz - Flammen

 Ich ging auf schmalen Pfaden
Bewegte mich auf dünnem Eis
Ich ging dahin, wo es weh tut
Nichts war mir zu heiß
Es war schon immer ein besonderer Kick
Verbotenes zu tun
Gesetze sind zum Brechen da
Dachte ich - und gab meinen Senf dazu

Ich stand in Flammen
Nichts war mir zu extrem
Kein Luftschloß groß genug
Kein Mädchen zu schön
Was man nicht durfte
Reizte mich noch mehr
Am Rande der Gesellschaft
Lebt sich's unbeschwert

Übermut tut selten gut
Heute weiß ich, was das heißt
Damals war's mir scheißegal
Also zahlte ich den Preis
Ich hatte Großes vor
Ich spielte mit dem Feuer
Und ich verbrannte tausendmal
Denn guter Rat war teuer
Alles war so leicht
Nur ich wußte nicht mal was
Irgendwas trieb mich voran
Manchmal Liebe, manchmal Hass 

Samstag, 1. Dezember 2012

Manchmal bezweifle ich, das Kind meiner Eltern zu sein. 
Gestern führte ich ein Gespräch mit meiner Mutter. Wir, nein, ich wagte mich zum ersten Mal an ernstere Themen. Meine Mutter, ich mag gerade nicht schlecht über sie reden, sie ist nunmal so in vielerlei Hinsicht. Ich bin auch nunmal so, anders. Jedenfalls, wie sage ich es nun, ohne beleidigend zu wirken, sie ist simpel. Einfach. Nicht direkt unintelligent, aber ich befinde mich, ohne arrogant zu wirken, mit meiner Gedanken-,Gefühls- und Handlungswelt auf einer ganz anderen Ebene. 
Und genau diese Tatsache machte mir erneut bewusst, daß Vieles, was in der Vergangenheit geschah, vielleicht doch nicht (nur) böse Absicht, sondern einfach Unwissenheit war. 

Und mein Vater. Er kennt im Moment nur noch sich, sein Selbst und seine Welt. Dennoch habe ich ihn so unsagbar lieb und verbiege in jeglicher psychischer (nicht körperlicher!) Hinsicht, nur um ihm zu gefallen. Einen kleinen Platz in seiner Welt ergattern. Nur meinen Opa, den habe ich genauso lieb. Vielleicht noch ein wenig mehr. Mein geliebter Opa, der mir vor kurzer Zeit freudestrahlend erzählte, er hätte von mir geträumt. Fünf Minuten später erzählte er mir erneut freudestrahlend, er hätte von mir geträumt. Fünf Minuten später erzählte er mir erneut freudestrahlend, er hätte von mir geträumt. Und widerrum vier Minuten später wartete ich freudestrahlend auf seine erneuten Worte.

- Du bist nicht weg. Du wechselst nur die Räume. Und wanderst weiterhin durch unsere Träume. -

Mein Leben war einfach auch schon mal spannender. Nicht, daß ich mir unbedingt alte Höllen zurück wünsche. Oder alte Höllen, getarnt als wunderschöne, alte Höllen mit wild loderndem Feuer. Ja, das ist es, was mir fehlt. Die wilden, lodernden, leuchtenden Flammen des alten Höllenfeuers. In mir brennt derzeit nur ein kleines Streichholz. Nicht mehr lange, dann ist es abgebrannt. Verbrannt. Verstorben. Tod. Hölle?

Mittwoch, 28. November 2012

Wenn man in einem Posting einen Absatz über Sex verfasst und den nächsten Absatz über einen völlig anderen Themenbereich mit den Worten `Wisst ihr, worauf ich gekommen bin?` beginnt, sollte man seine Wortwahl überdenken.

Für meinen Geburtstag wurde Schneeregen angekündigt. Ich bin nicht mehr traurig. Ich bin glücklich, da mein größter Geburtstagswunsch wie jedes Jahr lautet: Schnee.

Samstag, 24. November 2012

Ich fragte mich, wann es wieder kippte, wo ich doch ein ganz kleines Pflänzchen Lebensglück pflanzen wollte. 

Vielleicht, als Du mir unbewusst bewusst werden ließt, worüber ich noch lange nicht hinweg bin. Das Pflänzchen war durch den Gefühlssturm leicht entwurzelt. 
Vielleicht, als mein Hund von einem Auto überfahren wurde, welches nicht nur meinen Hund, sondern auch mein Pflänzchen vom/aus dem Boden riss. (Mein Hund hat überlebt.)
Vielleicht, vielleicht, weil ich beginne, die Vergangenheit anzuvertrauen und ich beginne, den Horror zu erinnern/erleben. Das Pflänzchen verrotet auf dem Boden der Realität.

Vielleicht, weil ich viel zu selbstmitleidig, selbstverliebt und empfindsam bin. Ich bin traurig.

Freitag, 23. November 2012

Natürlich nicht. Leben. ?

Ich vergaß außerdem die Option der Zwangsernährung, welche mir vor wenigen Tagen dargelegt/nahegelegt/noch nicht angelegt wurde.

Leben. ? 

Ich frage mich außerdem, darf man ein ausgewachsenes Nage.getier(gruppe) zu irgendetwas zwingen, wo es schon zu soviel gezwungen wurde (teils Selbst, teils Außen), was es eigentlich niemals wollte? 

Leben. ? 

Donnerstag, 22. November 2012

Verlasse mich und ich verlasse dich (indem ich mich in den Tod hungere).

Dienstag, 13. November 2012

Ich würde gerne wieder schreiben. Aber der Plan steht, diesen Blog, die Vergangenheit und Gegenwart weiterzugeben. Schwierig. Schwieriges Schreiben.

Und nochetwas stört. Das Chaos im Selbst. Das Glück, welches ich verspüre, obwohl soviel in falschen Bahnen läuft. Obwohl der Körper nach zwei Jahren durchgehendem Untergewicht, nach sechs Jahren bewusster, nach Jahrzehnten unbewusst gelebter Essstörung streikt. Ich verspüre Glück, weil ich spüre, daß es nicht mehr lange gehen wird. Das Ende näher rückt und mir bewusst wird, daß die Zeiten wirklich endlich sind. Und manchmal, da kommt man (vielleicht nicht Selbst) im ohnehin schon verrückten Chaos seiner Selbst auf die Idee, leben zu wollen. Sieht das Glitzern der Sonne im bunten Herbstlaub und verspürt Glück. Ein letztes Mal, ein erstes Mal wahrhaftiges Glück.

N. passt nicht in diese Welten. Aber die Kraft für einen neuen Blog fehlt. Vielleicht bekommt N. deshalb auch hier ihren Platz. Gehören wir letztendlich nicht doch alle zusammen? 

Dienstag, 25. September 2012

Rammstein - Wiener Blut

Und wanderst Du im tiefen Tal
Seid ihr bereit?
Und sei dein Dasein ohne Licht
Seid ihr soweit?
Fürchte kein Unglück, keine Qual
Macht euch bereit
Ich bin bei dir
Und halte dich
Ich halte dich

In der Dunkelheit
In der Einsamkeit
In der Traurigkeit

Für die Ewigkeit

 

Dienstag, 18. September 2012

Mein Opa bedeutet mir sehr viel. Menschen bedeuten mir verdammt wenig bis gar nichts, aber mein Opa gehört zu dem kleinen Kreis menschlicher Lebewesen, welche mir sehr viel bedeuten. Er ist schon lange Zeit dement und meine Betreuerin erklärte mir, es sei normal, wenn er mit der Zeit ausfallender werden würde. Öfter kleinere/größere Wutausbrüche bekommen würde. 
Anfangs freute mich diese Entwicklung, da es mir das Gefühl gab, er könne sich endlich einmal durchsetzen. Da er weiß, wieviel er mir bedeutet und ich schon lange Zeit (eigentlich immer) die Einzige bin, die wirklich (mit dem Herzen) für ihn da ist, hielt sich sein dement verändertes Verhalten gegen mich zurück. Eigentlich hatte er mich in seiner dementen Zeit (davor auch niemals) noch nicht einmal leicht angefahren. 
Meine Betreuerin erklärte mir, es sei normal, wenn er mit der Zeit auch mir gegenüber ausfallender werden würde. Er würde es nicht böse meinen, es wäre die Krankheit. 
Ich weiß, sagte ich. Eigentlich weiß ich es auch, aber der lang gefürchtete Tag kam. Es beginnt. Es war nur ganz leicht, es war nicht böse gemeint, in keinster Weise. Wenige Minuten danach lachten wir wieder zusammen, umarmten uns, aber dennoch. Ich bin sehr sensibel, sehr empfindsam und verletzlich. Und ich kann es mir 10.000mal wiederholt sagen, es ist die Demenz, nicht das Herz meines Opas, welches spricht. Dennoch verletzt es mich (zutiefst). Mein geliebter Opa. 

Nicht falsch verstehen. Ich nehme es ihm absolut nicht böse und ich bin mir bewusst darüber, daß meine Empfindung an mir (uns) und einem viel zu sensiblen Teil meines (unseren) Inneren liegt. Ich habe einfach Angst, den Kontakt zu seinem Herzen zu verlieren. 


 Heute erreichte mich unerwartet ein Brief meiner allerliebsten L. Noch ist er nicht geöffnet. Dazu bedarf es einen besonderen Moment, welcher sich Heute nicht ergab. 

Mein Wunsch war es einst, dauerhaft (für immer) im Untergewicht zu leben (zu sterben). Nie wieder Fressen zu können, da die Angst vor den Kalorien zu groß geworden ist. Fressen zu können, da man danach alles wieder auskotzen kann. Solch eine Sucht nach Sport zu entwickeln, daß auch die letzte Kalorie verbrannt wird. Mein Wunsch war es einst, in der Essstörung einzusinken, um niemals wieder aufzutauchen. 
Mein Wunsch erfüllte sich. Aber es ist alles andere als die erhoffte Erfüllung.

Es wird niemals richtig sein. Will ich leben, lebe ich (spiele es mir vielleicht auch nur vor). Ertrage es nicht und flüchte. Will ich flüchten, flüchte ich (spiele es mir definitiv nicht nur vor). Ertrage es nicht und lebe. Und flüchte. Und töte. Und lebe. Und flüchte. Weil ich niemals ankommen werde, weil es niemals richtig sein wird.

Montag, 17. September 2012

Weiter. Weiter. Weiter. Störung. Weiter. Fallen. Störung. Weiter. Streben. Sterben. Weiter. Störung. Normalität. Realität. Störung. Weiter. Weiter. Weiter. 

Wenn von Kindesbeinen an das Leben eine Störung ist, die Störung die Realität, wie soll man dann lernen, in der Normalität zu (über)leben? Weiter. Weiter. Fallen und weiter.

Ich springe raus, sobald ich raus gehe. Immerhin, ich gehe mehr (hin). Ich laufe weniger (weg). Ich nehme wahr, aber ich bin soweit weg. 

Er hat mir nicht den Kopf abgerissen. Wenn man bemerkt, daß Abstand besser ist, als lang ersehnte Nähe, ist das nicht gut. Und weiter. Zurück. Weiter. Zurück. Weiter-zurück-was denn nun? Weiter. ? 

Ich schlafe. Viel zu lange, da ich keine Kraft habe für das Leben, welches ich mir erlauben möchte.

Ich jammere. 

Ich bin verwirrt. Durcheinander. Störung. Und weiter.

Manchmal bin ich erschrocken über die vielen (inneren) äußeren Narben an meinem Selbst. Manchmal empfinde ich sie als lächerlich wenig. Manchmal empfinde ich sie gar nicht. Dann entstehen neue Schnitte. Solang, bis ich erschrocken über die vielen (inneren) äußeren Narben meiner Selbst bin. 

 

Samstag, 15. September 2012


Nicht mein Hund. Nicht meine Hand. Dennoch unser Glück.
Es geht immer tiefer. Nicht nur gewichtstechnisch gesehen. Auch das Niveau, die Würde vor dem Selbst oder Allgemein der Verlauf/das Verhalten bezüglich einer Essstörung bieten gute Abstiegsmöglichkeiten. 

Je mehr ich Richtung Leben gehen möchte, desto tiefer sinke ich (teils unbewusst) ein.

Kaum bewege ich mich wenige Tage in alter Umgebung, bewege ich mich auch gedanklich/verhaltensmäßig großen Schrittes zurück. 

Die Natur ist wunderschön. Jedoch, kaum bin ich dort, dissoziiere ich weg. Vielleicht ist es doch Wahrheit, was einst geschehen, das zumindest mir vergessen ist.

Ich habe fast den kompletten Kühlschrank meines Exfreundes, welcher nächste Woche aus dem Urlaub zurückkehrt, geleert. FUCK. Unvegane, nicht Bio Lebensmittel, wobei Bio angeblich auch schon wieder eine große Lüge sein soll.

http://www.bio-wahrheit.de

Vermutlich hat mich das ganze Haus kotzen gehört. Vermutlich niemand. Ich schaffe es nicht aus dem Haus, deshalb werde ich ihm Rechenschaft schuldig sein. Ich habe den Lindt Weihnachtsmann gefressen. Zur Hälfte. Der hat besondere Bedeutung und dann schmeckt dieses scheiß Teil nichtmal. Meine Unterwäsche rutscht, während ich mich gerade sportlich betätige. Nur so, als Erkenntnis. Und ich habe die heiligen, weißen Schokocrossies gefressen. Und sie schmeckten nichtmal, diese scheiß weißen, limitierten, vermutlich nicht mehr erhältlichen Crossies! 

Und FUCK, über mir knarrt das Parkett. Gehört. Fuck. Fuck. Fuck.

Vor ein paar Tagen kotzte ich unteranderem nicht, aus der Angst heraus, den nächsten Ess-Kotzanfall körperlich nicht zu überleben. Psychisch vielleicht auch nicht. Ich bin noch da. Und ich will raus. Fuck. Es ist gerade einfach alles nur FUCK!


Sonntag, 9. September 2012

Erkenntnisse des 09. September 2012. Ich bin zu sensibel, sentimental und verletzlich. Ich bin kritikunfähig. Ich vertrage keine Zwiebeln und werde zukünftig versuchen, Lebensmittel bis zum Verfallsdatum zu vebrauchen und nicht, wie am heutigen Tag, Resteverwertung betreiben, die in bösen Magenkrämpfen endete. Ich rede (zu) oft über mich, obwohl ich nicht weiß, wer `ich` ist. 

Ich denke, ich würde ein gutes Thinspiration/Fitspirationmädchen-frau-was auch immer abgeben. Würde man mit Photoshop die dunklen Augenringe kaschieren, mir etwas fülligere Haare zaubern, die Falten an bestimmten Körperstellen retuschieren (welche sich durch schlaffes Bindegewebe, bedingt durch stetige Zu-und Abnahme gebildet haben), meine Mundwinkel anheben und ein wenig Fett- und/oder Muskelgewebe von den Stellen nehmen, an denen es niemals verschwinden wird, um es an die Stellen zu setzen, die zu extrem knochig wirken. Das reale Leben lässt sich allerdings leider nicht photoshoppen.

Weitere Erkenntnisse des 09. September 2012. Ich schlafe zu wenig. Ich rede wieder über mich. Und nur über mich. Ich habe keine Kraft, meine Wohnung zu putzen (die es nicht unbedingt nötig hat, aber dennoch stört es mich). Gelenkschmerzen schmerzen. Ich reagiere (zu) extrem auf äußere Veränderungen der Umgebung, obwohl ich `die Umgebung` manchmal gar nicht real wahrnehme.


Letzte Erkenntnisse vor Mitternacht. Mein Hund ist wunderschön. Meine Meerschweinchen sind wunderschön. Der Mond ist schön. Und die Sterne, die mich einst/immer noch (?) am Leben hielten, auch.

Samstag, 8. September 2012

Ich schaffe es mittlerweile, drei geregelte Mahlzeiten (fast) ohne Fress-Kotz-Schneidedruck zu essen. Zuviel Sport, Kalorienzählen, alles noch da. Aber dafür, daß ich seit über sechs Jahren bewusst (davor etliche Jahre unbewusst) keinem geregelten Essrhythmus mehr nachgegangen bin, ist das doch zumindest hinsichtlich des Essverhaltens gut, oder?

Ganz hinten im Kopf, hinter `du musst mehr schaffen, warum isst du nicht einfach ohne Kalorien zu zählen, warum hörst du nicht einfach auf mit dem ganzen Sport, du hast sogut wie nichts geschafft, du wirst fett, du bist zu dünn, ich hasse dich, ich hasse, hasse, hasse dich`, ganz weit dahinter verbirgt sich ein wenig Stolz auf bisher Erreichtes (zumindest hinsichtlich des Essverhaltens).

Ich schneide weiterhin. Verfiel in den letzten Tagen und Wochen dem Kauf, gab (viel) zuviel Geld aus, schlafe maximal fünf Stunden am Tag, um genügend Zeit für Sport, Essen (ich esse an einer Mahlzeit bis zu drei Stunden), Tiere und Eigenarten zwanghaften Verhaltens zu haben. Gedanken und Gefühle sind weiterhin verhaltensgestört. Dennoch, drei Mahlzeiten täglich, gut. Irgendwo muss man anfangen, wenn man irgendwann (vielleicht) doch noch einmal leben möchte.

Freitag, 7. September 2012

Ich denke schon, irgendwo-irgendwie liebe/mag ich meine engste Familie irgendwie-irgendwo manchmal/zumeist. Aber sie sind doch selbst alle einfach nur psycho. Nicht nur irgendwie.


Donnerstag, 6. September 2012

- Was Du nicht willst, das Du Fremden tu, das füg` dir lieber selber zu - 

Ich bin durcheinander, die letzten Tage. Suizidgedanken da und weg, genieße das Leben soweit es mir möglich ist. Ängste kommen und gehen. Ähnlich den Anderen im Innen. Leben wollen, Leben, nicht leben können, nicht sterben wollen, Sterben, Freud` und Leid, Glück und Angst. Durcheinander. 

Ich (Wir) verliere wieder den Bezug zu Raum und Zeit, aber diesmal unbeabsichtigt. Da ist Lebenswille, manchmal. Es wird soviel bewusst, was solang` vergessen. Manchmal, da weiß ich nicht, wer ich bin. Was ich bin. Wo ich bin. Dann laufe ich verhaltensgestört durch die Wälder und erfreue mich fernab dissoziiert am ersten bunten Laub meiner liebsten Jahreszeit.

Es ist gemein, wenn das Innere des Kopfes bei bestehender Arachnophobie Bilder von Vogelspinnen aufdrängt. Allgemein ist es gemein, was das Innere des Kopfes aufdrängt. Und somit schlitze ich lieber das eigene, äußere Selbst auf, als den Inhalten der Bilder und Gedanken des fremden, inneren Selbst zu folgen.


Montag, 3. September 2012

Freitag, 31. August 2012

Ich. Ich. Ich. 

Nummer 1a ist wieder abgemeldet. Aber es gibt ja zum Glück noch immer Nummer 1b und 1c in der Hinterhand. Ich würde sagen, 1b ist jetzt wieder 1a. Meinen Vater habe ich dennoch lieb. Richtig lieb. Ein Wunder, ich empfinde Gefühle. 
Er fragte mich gestern am Telefon zuallererst, wie es mir geht, bevor er mit seinen Frauengeschichten anfing. Schön. Und es war anders. Er war offener, erklärte. Irgendwie war zu spüren, wie wichtig ich ihm doch zu sein scheine. Sehr schön.

Auch mein Exfreund war gestern wieder absolut lieb zu mir. Im freundschaftlichen Sinne. Auch hier war zu spüren, wie wichtig ich ihm doch zu sein scheine. Im freundschaftlichen Sinne. Seltsam. Schön.

Es gab Zeiten, in denen ich (leicht) betrunken Auto fuhr. Es gab Zeiten, in denen ich nur noch selten (leicht) betrunken Auto fuhr und meine, im betrunkenen Zustand gesagte Aussage `Das waren noch Zeiten, als ich betrunken Alkohol gefahren bin`, wahnsinnig lustig fand. Es gibt Zeiten wie die Heutigen, in denen ich nicht mehr betrunken Auto fahre und mich für die Vergangenheit in Grund und Boden schäme.

 Bald beginnen meine liebsten Jahreszeiten.

Donnerstag, 30. August 2012

Ich werde niemals vertrauen. Niemals (wieder). Niemals, niemand. Außer den tierischen Erdenbewohnern, meiner Lieblingstante und meiner liebsten L. Niemand klingt irgendwie anders. Hoffnung?

Es schwankt. Zwischen allen möglichen Lebensweisen und Lebenseinstellungen. Auch körperlich schwankt es, aufgrund eines nicht intakten Kreislaufs. Ich habe ehrlich Angst vor den weiteren Umbauarbeiten, da ich aus Zeitmangel heute mit anpacken muss. Wie das funktionieren soll, wenn ich mich allein beim Zusehen schon andauernd hinsetzen muss, weiß ich nicht. Einfach richtig peinlich.

Außerdem. Ich werde nicht nur, nicht mehr vertrauen. Ich werde auch Niemandem mehr etwas anvertrauen. Außer den tierischen Erdenbewohnern, meiner Lieblingstante und meiner liebsten L. 
Unabhängig davon. Langsam halte ich den Schneidedruck nicht mehr aus. 

Je länger man wartet, desto schwerer wird es mit dem Versuch, zu leben. Je schwerer es wird, mit dem Versuch zu leben, desto länger wartet man. Ich zumindest.

Viele suchen den Weg aus der Essstörung aufgrund der Angst, einmal keine Kinder mehr bekommen zu können. Es gab Zeiten der Vergangenheit, in denen ich bewusst den Weg in das Untergewicht aus der Angst heraus suchte, (ungewollt) schwanger zu werden.
Unabhängig davon. Ich hasse Kinder. Schon mein mein ganzes Leben lang. Nein, ich würde einem Kind niemals etwas antun, es ist schließlich auch ein Lebewesen, aber hassen darf ich sie doch zumindest.Und es würde mich wahnsinnig interessieren, woher dieser Hass, der schon in eigener, frühester Kindheit vorhanden war, stammt.

Mein Vater hat eine neue Nummer 1. Nein, eine neue Nummer 1a. Ich hoffe/denke/wünsch(t)e, ich bin weiterhin seine Nummer 1. Allerdings macht es Vieles leichter. Ein wenig mehr Freiraum. Vielleicht macht es auch den Abschied leichter, sollte er irgendwann eintreten. Der zweigleisige Abschied, für den ich mich irgendwann einmal entscheiden sollte. Richtung Leben - Richtung Tod. Hauptsache irgendwann einmal eine klare Entscheidung.


Mittwoch, 29. August 2012

Selbstmitleid. Hass. Selbsthass.


06:00

Scheiße, ich will leben! Ich will mich akzeptieren, annehmen. Herausfinden, was wir sind. Wer wir sind. Warum. Leben. Vergeben, verzeihen, niemals vergessen, aber annehmen und mir im gemeinsamen Selbst verzeihen.

Anfangen. Heute?

 

Dienstag, 28. August 2012

Aufgrund diverser Ereignisse der Vergangenheit, ekel ich mich davor, wenn man(n) mich berührt. Dennoch zerfrisst mich derzeit die Sehnsucht nach einem Begleiter, der mich nicht körperlich berührt.

Das Thema dieses Blogs fehlt. Ich lebe nicht mehr in der altbekannten Hölle, verfasse deshalb keine/kaum altbekannte, blutrünstige, wahnsinnige Beiträge. Ich schlitze mich nicht mehr tagtäglich auf, versaue keine Teppichböden mehr mit Blut und unverdauten Nahrungsmitteln, betrinke mich sogut wie gar nicht mehr. Ich befinde mich weit weg, aber nicht mehr in solch extremer Dissoziation, die es damals brauchte. Ich bin nicht mehr hochgradig suizidal, nur noch ein wenig. Lasse manchmal sogar Lebensgedanken zu. Alle bestehen sie, die Verhaltensstörungen, aber in wesentlich gedämpfterem Maß, da derzeitige nicht extreme Lebensumstände das frühere, extreme Verhalten nicht erfordern. Selbstzerstörung läuft, aber heimlich und still. Und im Kopf schreit es.

Ich blicke in den verwilderten, wunderschönen Garten. Die Strahlen der aufgehenden Sonne glitzern in den Tautropfen der Grashalme. - Meine Beine berühren sich nicht - Die Strahlen der aufgehenden Sonne ziehen sich langsam zurück, es glitzert nicht mehr. - Meine Beine berühren sich nicht, an keiner Stelle - Ein dunkler Schatten zieht sich über die verwilderte Wiese, nur die Baumspitzen und das Grab meiner geliebten Lilly leuchten. Ich verschrenke die Arme vor meinem Brustkorb - Ich spüre jeden Knochen meines Brustkorbs - Die Sonne ist verschwunden.


05:39

Ich bin ein wenig zu selbstmitleidig, verwöhnt und egozentrisch.

Manchmal, da wünschte ich, ich wäre ein Fashionbloggermädchen und meine größten Alltagsprobleme lägen darin, ob meine H&M-Bestellung bis zur Feier am Wochenende eintrudeln wird und ob meine selbstgebackenen Zitronenmuffins denn auch schön fluffig werden.

Montag, 27. August 2012

Wollte ich nicht anfangen zu leben? Morgen ist auch noch ein Tag. Vielleicht.

Etwas, was mich glücklich stimmt. Eines meiner Meerschweinchen, das kleinste und schüchternste Tier von allen, wird nach fast einem halben Jahr intensiver Bemühung immer zahmer, fröhlicher und zutraulicher. Und das widerrum stimmt auch mich richtig glücklich. Es ist das Böckchen meiner Runde, zu niedlich. Er erzählt jetzt immer durchgehend und fröhlich vor sich her quiekend, wenn er außerhalb der Häuschen im Gehege umherläuft und sich auch mal auf das Podest traut. Dann ist er wahnsinnig stolz auf sich. Und ich ebenfalls auf ihn. Zum Vergleich. Ein Anderes meiner Meerschweinchen, mein kleiner Wildfang, springt seit Beginn einfach so auf das Podest und benutzt noch nicht einmal die Rampe nach oben.
Und es sage noch einmal jemand, Tiere hätten keine Seele.

Übergeben habe ich mich weiterhin nicht. Es entwickelt sich in eine andere, bessere Richtung. Vor vielen Jahren war ich schon einmal Vegetarier und bin es seit fast eineinhalb Jahren wieder (aus ethischer Überzeugung und nicht aus Essstörungsgründen). Nun wage ich weitere Schritte in Richtung veganer Lebensführung (aus ehtischer Überzeugung und nicht aus Essstörungs- oder derzeitigen Trendgründen). Es ist seltsam. Die vegangen und sonstigen Milchprodukte aus biologischer Erzeugung reizen mich in keinster Weise zum Fressen. Sie sind mir zu wertvoll. Unvegane oder nicht biologische Produkte kann ich nicht mehr kaufen, da sich bestimmte Bilder der Tierquälerei in mein Gehirn eingebrannt haben. Es ist Realität.

Geschnitten habe ich mich weiterhin nicht. Es entwickelt sich in eine andere Richtung. 

Außerdem. Gewicht sinkt. Körper streikt.


Sonntag, 26. August 2012

Erkenntnisse. Ich habe mir eine Mahlzeit warm gemacht. Über drei Stunden daran gegessen. Sie wurde natürlich wieder kalt (ich ebenfalls). Nächstes Mal spare ich Strom.

Gestern wurde die Wand in mein neues Schlafzimmer durchgebrochen. Meine Wohnung versinkt für meine Verhältnisse im Chaos, meine Ordnung und Struktur wird jeden Tag aufs Neue zerstört. Ich drehe durch, dabei sollte ich mich freuen. Ich sollte soviel. Eigentlich.


05:43

Erkenntnisse. Vielleicht war es wirklich keine Absicht eurerseits. Vielleicht war ich wirklich einfach nur zu komplex und sensibel für euch und eure Leben. Vielleicht konntet ihr wirklich in dieser Scheinwelt leben, weil es euch teilweise gar nicht möglich war, dahinter zu sehen.

Auch hier sollte ich. Eigentlich. Die Fähigkeit nutzen, hinter Scheinwelten blicken zu können. Schwer, wenn dafür der Zukunftsblick umso getrüber ist.

Samstag, 25. August 2012

Wie soll man wissen, wohin - Leben, Sterben, Leben, Flüchten, Freud` und Leid und Leid und Leid und Freud` und Leid. Wärmende Sonnenstrahlen, die die Haut verbrennen. Verbrannte Haut, die irgendwann heilen wird. Man irrt umher, nicht mehr so getrieben, wie es einst der Fall war. Doch man findet nicht heraus, es war schon früher da. Eher, als man es dachte, erhoffte und glaubte. Schuld - schuldunfähig, schuldig? Fremder Lebensmörder, Bestrafung in der Selbstbestrafung? 

T. ist wieder da. Gefunden. Von mir, von ihm? Von Beiden (niemals uns)? Gut? Schlecht? 

Und es laufen Filme im Gehirn. Tiere, Menschen, Filme, Worte, Stimmen, Gedankenchaos. Wir haben nur dieses eine Gehirn und es ist definitiv zu klein für alle Tiere, Menschen, Filme, Worte, Stimmen und Gedanken.

Menschenliebe ist käuflich. Tierliebe unbezahlbar. 


6:50

Traumdeutung - Warntraum vor dem Verlust der Lebenskräfte, hinterlistigen Freunden/Feinden und einem Seelenschmerz, dem keine Beachtung geschenkt wird.

Passt.

Freitag, 24. August 2012

Wenn dich am Leben hält, was dich zerstört - was machst Du dann? (nicht nur störungsbetreffend)

Meine liebste L., was ist es bloß, das dich so zerstört/ das dich dein Selbst so zerstören lässt? Meine liebste L., Du bist zu wundervoll/wertvoll/liebevoll für diese Leere.

Es fühlt sich wunderbar an (Ironie), wenn Menschen, die von beruflichen Wegen her dafür da sind, sich dein Leidklagen anzuhören, die Rollen kehren und nur noch von sich selbst sprechen. 

Es gab mir zu denken, als ich gestern einen wilden Mischling (knappe 30kg) an der Leine führte und kaum Kraft hatte, ihn zu halten, während er durchdrehte, als ihm ein anderer Rüde begegnete. Früher hielt ich Hunde mit 70kg problemlos unter Kontrolle. Früher wog ich selbst auch 70kg.

Zur Erklärung, mein eigener Hund, deutlich schwerer als 30kg, läuft immer ohne Leine. Er hört aufs Wort und ist verträglich mit jeglicher Tierart. Selbst, wenn er zwangsweise an der Leine geführt werden muss, zieht er nie und läuft problemlos bei Fuß. Ein leichter Stolz, denn ich habe ihn selbst sogut `trainiert`. Und auch, als der gestrige, fremde Hund eine Weile mit mir lief, wurde es gegen Ende (abgesehen von der körperlichen Verfassung) ein richtig schöner, entspannter Spaziergang.

Wenn Du zerstörst, was dich am Leben hält - wann änderst Du etwas daran? (nicht störungsbetreffend)

Donnerstag, 23. August 2012

Manchmal, da ist der Geist soweit. Aber der Körper nicht (mehr). 


3:40

Gestern Abend träumte ich etwas Schlimmes. Für manch` Einen nichts, für mich etwas sehr Schlimmes.
Ein großer Saal, mein Exfreund fährt im Aufzug hinauf. Ich habe in der Realität und im Traum panische Angst vor Aufzügen, weshalb ich in der Realität und im Traum meist die Treppen benutze.
Es war eine Wendeltreppe. Mein Hund rannte vor mir die Treppen hinauf, ich hinterher. Es wackelte alles, meine Höhenangst kam hinzu. Mein Hund rannte weiter hinauf, ich stieg hinab. 
Als ich wieder auf festem Boden stand, verwandelte sich die Treppe in Bandnudeln, die sich immer weiter entzwirbelten. Meinem Hund rief ich panisch zu, er solle oben warten, während ich mit den langen Nudelfäden hantierte. Es half nichts. Mein Hund fiel aus mehreren Metern Höhe direkt vor meine Füße auf den Steinboden.
Ich sah alles. Real. Wie sein Schädelknochen zersprang. Gehirn und Innereien hinausquollen. Es war nicht blutig, es war grausam.
Ich machte und mache mir schreckliche Vorwürfe, ihn allein gelassen zu haben.

Mittwoch, 22. August 2012

Manchmal, da fängt man (vielleicht zum ersten Mal) einfach an zu leben.


Montag, 20. August 2012

Ich träumte gestern. Zwar nicht Nachts, sondern Tags, aber immerhin träumte ich.

Wir schrien uns an, wir stritten. Am Ende schriest nur noch du, ihr, ich, wir? So laut, so real. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob es nur ein Traum war. Ich dissoziierte komplett, so wie noch niemals zuvor in einem Traum. Erlebte bewusst Persönlichkeitswechsel. Am Ende lag ich bewegungs- und regungslos auf meinem Bett und klagte meiner Betreuerin mein Leiden. Sie wartete auf den Krankenwagen. Die Nage.getiergruppe auf den Tod.

Als ich erwachte, verstand ich nicht, daß meine Betreuerin nicht bei mir war. Als ich aufstehen und zur Toilette gehen wollte, klappte ich (ein wenig) zusammen, da ich (anfangs) nicht mehr laufen konnte.

Du zeigtest dein wahres Gesicht, welches ich dir vielleicht/vermutlich nur unterstelle. Es war so real und zu gewissen Teilen weiß ich von der Realität der Traumgeschehnisse. Irgendwann zerfraß eine Krankheit meine Wohnung. Später zerfraß sie das Nage.getier selbst.

Als ich erwachte, verstand ich nicht, weshalb meine Wohnung nicht zerfressen war. Ich blieb liegen und starrte an die heile Decke.



Ich verletze mich noch immer nicht. Ich fresse nicht, ich kotze nicht. Ich esse regelmässig/ausreichend, treibe zuviel Sport, schlafe viel zu wenig. Werde fett, obwohl ich nicht an Fett zunehme. Fühle mich verdammt nochmal richtig einsam, alleine und verlassen. Zuviel Erinnerung, die dort nicht hingehört. 



Anorexie macht hässlich. Nicht nur körperlich.



Das dicke Röschen war zu Besuch. Mein dickes Röschen. Mein wundervolles, dickes Röschen. Keine Gefühle, falsche Gedanken. Und erst, als du wieder gingst, kamen die Tränen. 

von links nach rechts: Tutzi (gestorben im Sommer 2011), das dicke Röschen, Gina (gestorben im Sommer 2011) - meine wundervolle GürkchenGang - niemals vergessen, für immer im Nage.getierherzen

Freitag, 17. August 2012

Irgendetwas läuft seit den letzten beiden Tagen gewaltig schief.

Es begann damit, daß ich mein Geld, welches für den restlichen Monat eingeplant war, gutmütig an einen Bekannten verlieh`, der es dringend brauchte (ich brauchte es eigentlich auch?). Eine Stunde später verabschiedete sich mein Fernsehgerät. Da das Nage.getier (leider) fernsehsüchtig ist, musste ein neues Gerät her. Gestern dann fuhr ich gedankenverloren an einem mir seit Jahren bekannten Blitzer vorbei und wurde prompt geblitzt. Führerschein dürfte allerdings (zum Glück) nicht weg sein. Nachmittags ging dann mein Staubsauger fast in Flammen auf und versaute mir erstmal gründlich das Parkett im Flur. Und eben schnitt ich mir (wirklich nicht beabsichtigt) mit einem Brotmesser, mit dem ich ein Leckerchen für meine geliebten Meerschweinchen zubereiten wollte, die halbe Fingerkuppe ab, woraufhin sich widerrum mein Kreislauf verabschiedete. Diesen kann ich mir (leider/zum Glück) jedoch nicht einfach nachkaufen.

Ergebnis der letzten beiden Tage: Ich verlor mein Geld, mein Fernsehgerät, meinen Staubsauger, fast meinen Führerschein, ein kleines Stück meines Körpers. Aber ich gewann eine liebenswerte Nachricht von meiner geliebten L. und die Erkenntnis, daß man auch solche Tage ohne (absichtliche) Selbstschädigung in Form von Schneiden, Hungern, Fressen, Übergeben überstehen kann.

Ein positives Fazit. Seltsam selten.


Dienstag, 14. August 2012

Derzeit nichts. Ich verliere zur Zeit wieder zuviel Zeit. 

Für meine Verhältnisse sehr lange nicht mehr geschnitten. Dafür jucken die Narben derzeit wieder ordentlich. Ganz so, als wollten sie darauf aufmerksam machen, daß ihnen frische Gesellschaft fehlt. 

Wichtig, heute wären es sieben Jahre gewesen. Hättest Du vor Beginn diesen Jahres nicht beschlossen, das (die) Nage.getier (gruppe) zu verlassen. 
Soviel Zeit ist vergangen. Und auch, wenn es immer noch böse schmerzt - ich will es nicht wahrhaben - es geht mir wieder besser. Mit der ursprünglichen Freundschaft und ohne die Liebesbeziehung.

Soviel nichts war es doch nicht.

 

Sonntag, 12. August 2012

Gehe den Weg in die Essstörung (egal in welche Richtung) und Du hast deine Dauerkarte für die Hölle gelöst. Rückgabe oder Umtausch ausgeschlossen.



Samstag, 11. August 2012

Mir bekommt die Sonne nicht. Ich habe seltsame, lebensbejahende Gedanken in meinem Kopf. Sehr weit weg, aber dennoch da. Seltsam (schön?).

 

Freitag, 10. August 2012

Das Gute an einer durchkotztenübergebenen Nacht ohne Schlaf ist, daß man am nächsten Morgen telefonisch alle Termine absagen kann, da man sich wirklich krank anhört.
Eigentlich wollte ich auf den Anrufbeantworter sprechen, doch die Praxis ist tatsächlich schon zwei Stunden vor den eigentlichen Öffnungszeiten besetzt. Zwangsläufig musste ich deshalb telefonieren und bin entgegen aller Erwartungen dabei nicht gestorben.

Ich laufe. Schon wieder. Immer noch. Und mein Kopf macht mir gerade ganz böse Schmerzen. 

Mein Blog. Ich darf mich hier in mein Selbstmitleid verkriechen. 

Erinnerungen. Nicht gut. Außerdem Feststellung: Ich werde niemals zufrieden sein. Denn egal, in welche Richtung es läuft, ich möchte immer gegenteilig laufen. Habe ich die gegenüberliegende Seite erreicht, wünsche ich mich sehnlichst auf die andere Seite zurück. Ist diese erreicht, geht das ganze Spiel von vorne los. Von meinen derzeitigen Lebensumständen her, ging es mir lange (niemals?) sogut wie jetzt, doch ich kann es weder annehmen, noch sehen.

`Dazu müssen sie aber einfach einmal loslassen, Frau Nage.getier`. Wer lässt schon gerne los, wenn er sooft los(ver)gelassen wurde und in seinen Störungen das Rettungsboot findet, daß ihn über Wasser hält? Was, wenn das Rettungsboot ein Leck hat, das man nicht bemerkt? Was, wenn man Angst hat (real) vor den schwarzen Tiefen des Meeres unter einem? Was, wenn man weiß, daß sich am Grund eine wundervolle Tier- und Pflanzenwelt befindet, aber man Angst (real) vor dem Tauchen hat? 
Man schwimmt irgendwann an der Oberfläche (lebendig - tot). Doch auch als gesunkene Wasserleiche wird man die Schönheit dieser fremden Welten nicht mehr sehen können.


Mittwoch, 8. August 2012

Am Wochenende wird der Nage.getierkäfig erweitert. Dann gibt es endlich ein abgetrenntes Schlafzimmer mit wunderschönen, antiken Möbeln. Für die Wände werde ich teilweise ein dunkles Rot verwenden, der Boden wird in eher dunkler Holzoptik gehalten. An die Decke kommt ein Rosenkronleuchter. Eventuell wird später ein antiker Schreibtisch folgen, aber das hat noch Zeit. Und es sind alle glücklich. Der Wohnraum und Flur tendieren in die moderne, für meine Verhältnisse bunte Richtung, das Schlafzimmer im alten Stil. 
Aber das Wichtigste, im Schlafzimmer wird ein Hundesofa stehen. Nicht irgendein Hundesofa. Das Hundesofa. Das Hundesofa meines geliebten Hundes, der somit auch bei mir einziehen wird. Rechtlich gesehen ist es der Hund meines Exfreundes, seelisch mein Hund, da er auf mich als Bezugsperson geprägt ist. Und ich auf ihn.

Wieder abgenommen. Gut. Gut?



So ähnlich sieht er aus. Etwas kleiner (Mischling) und rotbraun-getigert.