Sonntag, 9. September 2012

Erkenntnisse des 09. September 2012. Ich bin zu sensibel, sentimental und verletzlich. Ich bin kritikunfähig. Ich vertrage keine Zwiebeln und werde zukünftig versuchen, Lebensmittel bis zum Verfallsdatum zu vebrauchen und nicht, wie am heutigen Tag, Resteverwertung betreiben, die in bösen Magenkrämpfen endete. Ich rede (zu) oft über mich, obwohl ich nicht weiß, wer `ich` ist. 

Ich denke, ich würde ein gutes Thinspiration/Fitspirationmädchen-frau-was auch immer abgeben. Würde man mit Photoshop die dunklen Augenringe kaschieren, mir etwas fülligere Haare zaubern, die Falten an bestimmten Körperstellen retuschieren (welche sich durch schlaffes Bindegewebe, bedingt durch stetige Zu-und Abnahme gebildet haben), meine Mundwinkel anheben und ein wenig Fett- und/oder Muskelgewebe von den Stellen nehmen, an denen es niemals verschwinden wird, um es an die Stellen zu setzen, die zu extrem knochig wirken. Das reale Leben lässt sich allerdings leider nicht photoshoppen.

Weitere Erkenntnisse des 09. September 2012. Ich schlafe zu wenig. Ich rede wieder über mich. Und nur über mich. Ich habe keine Kraft, meine Wohnung zu putzen (die es nicht unbedingt nötig hat, aber dennoch stört es mich). Gelenkschmerzen schmerzen. Ich reagiere (zu) extrem auf äußere Veränderungen der Umgebung, obwohl ich `die Umgebung` manchmal gar nicht real wahrnehme.


Letzte Erkenntnisse vor Mitternacht. Mein Hund ist wunderschön. Meine Meerschweinchen sind wunderschön. Der Mond ist schön. Und die Sterne, die mich einst/immer noch (?) am Leben hielten, auch.

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