Dienstag, 28. August 2012

Aufgrund diverser Ereignisse der Vergangenheit, ekel ich mich davor, wenn man(n) mich berührt. Dennoch zerfrisst mich derzeit die Sehnsucht nach einem Begleiter, der mich nicht körperlich berührt.

Das Thema dieses Blogs fehlt. Ich lebe nicht mehr in der altbekannten Hölle, verfasse deshalb keine/kaum altbekannte, blutrünstige, wahnsinnige Beiträge. Ich schlitze mich nicht mehr tagtäglich auf, versaue keine Teppichböden mehr mit Blut und unverdauten Nahrungsmitteln, betrinke mich sogut wie gar nicht mehr. Ich befinde mich weit weg, aber nicht mehr in solch extremer Dissoziation, die es damals brauchte. Ich bin nicht mehr hochgradig suizidal, nur noch ein wenig. Lasse manchmal sogar Lebensgedanken zu. Alle bestehen sie, die Verhaltensstörungen, aber in wesentlich gedämpfterem Maß, da derzeitige nicht extreme Lebensumstände das frühere, extreme Verhalten nicht erfordern. Selbstzerstörung läuft, aber heimlich und still. Und im Kopf schreit es.

Ich blicke in den verwilderten, wunderschönen Garten. Die Strahlen der aufgehenden Sonne glitzern in den Tautropfen der Grashalme. - Meine Beine berühren sich nicht - Die Strahlen der aufgehenden Sonne ziehen sich langsam zurück, es glitzert nicht mehr. - Meine Beine berühren sich nicht, an keiner Stelle - Ein dunkler Schatten zieht sich über die verwilderte Wiese, nur die Baumspitzen und das Grab meiner geliebten Lilly leuchten. Ich verschrenke die Arme vor meinem Brustkorb - Ich spüre jeden Knochen meines Brustkorbs - Die Sonne ist verschwunden.


05:39

Ich bin ein wenig zu selbstmitleidig, verwöhnt und egozentrisch.

Manchmal, da wünschte ich, ich wäre ein Fashionbloggermädchen und meine größten Alltagsprobleme lägen darin, ob meine H&M-Bestellung bis zur Feier am Wochenende eintrudeln wird und ob meine selbstgebackenen Zitronenmuffins denn auch schön fluffig werden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen