Ich träumte gestern. Zwar nicht Nachts, sondern Tags, aber immerhin träumte ich.
Wir schrien uns an, wir stritten. Am Ende schriest nur noch du, ihr, ich, wir? So laut, so real. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob es nur ein Traum war. Ich dissoziierte komplett, so wie noch niemals zuvor in einem Traum. Erlebte bewusst Persönlichkeitswechsel. Am Ende lag ich bewegungs- und regungslos auf meinem Bett und klagte meiner Betreuerin mein Leiden. Sie wartete auf den Krankenwagen. Die Nage.getiergruppe auf den Tod.
Als ich erwachte, verstand ich nicht, daß meine Betreuerin nicht bei mir war. Als ich aufstehen und zur Toilette gehen wollte, klappte ich (ein wenig) zusammen, da ich (anfangs) nicht mehr laufen konnte.
Du zeigtest dein wahres Gesicht, welches ich dir vielleicht/vermutlich nur unterstelle. Es war so real und zu gewissen Teilen weiß ich von der Realität der Traumgeschehnisse. Irgendwann zerfraß eine Krankheit meine Wohnung. Später zerfraß sie das Nage.getier selbst.
Als ich erwachte, verstand ich nicht, weshalb meine Wohnung nicht zerfressen war. Ich blieb liegen und starrte an die heile Decke.
Ich verletze mich noch immer nicht. Ich fresse nicht, ich kotze nicht. Ich esse regelmässig/ausreichend, treibe zuviel Sport, schlafe viel zu wenig. Werde fett, obwohl ich nicht an Fett zunehme. Fühle mich verdammt nochmal richtig einsam, alleine und verlassen. Zuviel Erinnerung, die dort nicht hingehört.
Anorexie macht hässlich. Nicht nur körperlich.
Das dicke Röschen war zu Besuch. Mein dickes Röschen. Mein wundervolles, dickes Röschen. Keine Gefühle, falsche Gedanken. Und erst, als du wieder gingst, kamen die Tränen.
von links nach rechts: Tutzi (gestorben im Sommer 2011), das dicke Röschen, Gina (gestorben im Sommer 2011) - meine wundervolle GürkchenGang - niemals vergessen, für immer im Nage.getierherzen

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