Samstag, 30. Juni 2012

Müde. Tagesplanänderung nimmt Sicherheit.  Also doch  der alte Weg?  

17:06

Der alte Weg. Das Innen ist beruhigt. Ich bin immer noch müde. Undendlich müde. Ins Bett kuscheln und schlafen. Unendlich lange schlafen. Statt dessen laufe ich. Und laufe und laufe und laufe. 
Solang, bis ich irgendwann wieder (dieses Mal nicht nur fast) weggelaufen bin.

Warum immer so negativ. Gute Frage. (Unbewusste) falsche  Haltungsbedingungen in der Vergangenheit? (Bewusste/unbewusste) falsche Haltungsbedingungen in der verschwundenen Vergangenheit der Ferne und Nähe.


 17:32

Noch etwas. Das Nage.getier ist seit bald 1 1/2 Jahren Vegetarier. So wie es sein sollte. Mittlerweile muss ich mich nicht mehr dazu zwingen. Mich widert totes Getier an. Fleisch. Fisch. Nicht das Tier an sich widert mich an. Der sinnlose Tod eines wundervollen Tieres. Vegan schafft das Nage.getier es (noch) nicht. Immerhin wird langsam bei Milchprodukten auf Bio umgestiegen. Irgendwann werde ich es vielleicht schaffen, vegan zu leben. Vielleicht werde ich es irgendwann schaffen, ohne Schuldgefühl zu leben. 
Vielleicht, wenn ich vorher nicht aus Selbsthass, Schuld und Scham weggelaufen bin. 

Ich wollte das nicht. Oder? Es ist weit weg. In ein Päckchen gepackt. Auf Reisen geschickt. Weit weg, ganz weit weg.
Ist es nicht passiert, weil das Päckchen unterwegs verloren gegangen ist?

Ich weiß nicht, wie es jemals wieder gut zu machen ist. Ob es das überhaupt ist.
Es ruhen lassen. Ihn, sie schlafen lassen. Die bekannte `letzte Ruhe`.

Gefühlstaub. Es ist keine Absicht. Einfach nur absolut gefühlstaub.
 

Freitag, 29. Juni 2012

Es geht tatsächlich weiter. Solang` gewartet auf diesen neuen Ort. Es fehlen die Worte. Vielleicht später.


14:43

Das Nage.getier ist mit seiner Gruppe umgezogen. Nicht nur auf diesen neuen Blog, auch räumlich. Ein wenig. Das Nage.getier ist nicht mehr allein. Nicht nur aufgrund der neuen, vier wunderschönen Meerschweinchenmitbewohner, auch innerlich. Bewusst.

Das Nage.getier hat viel verloren auf diesem Weg. Noch mehr Gewicht (in einer guten/schlechten Phase kam etwas Gewicht zurück, das nun wieder abgearbeitet werden muss), den Exfreund, die einst beste Freundin. Die Illusion der Heilung, die Hoffnung auf Besserung (manchmal). 
Das Nage.getier hat viel gewonnen in dieser Zeit. Erkenntnis. Vier wunderschöne Meerschweinchen. Eine Person, die es vermutlich das erste Mal ehrlich mit ihrer Nage.getierliebe meint. Eine Therapeutin. Ein Forum. Die Akzeptanz des Innen, das solang schon existiert. 

Was ich ersteinmal unbedingt loswerden möchte. Diesen wundervollen Vergleich des Umgangs mit einer heißen Kartoffel, der den Umang meiner ehemals besten Freundin/ Exfreundes mit mir und meinem Innen nicht besser beschreiben könnte.
Was geschieht mit einer heißen Kartoffel? Richtig, man nimmt sie in die Hand, in Erwartung eines schmackhaften, leckeren Erlebnisses. Man spürt, wie sich die Hitze durch die Haut brennt. Die Hitze, die droht, Gefühle zu zerstören. Erschreckt lässt man sie fallen. Nein, beziehen wir uns lieber auf eine heiße Stange Spargel. Das Äußere gleicht keiner Kartoffel mehr, auch wenn ich es manchmal noch oft so empfinde.
Die heiße Stange Spargel. Man lässt sie erschreckt fallen, schmeißt sie vielleicht sogar regelrecht auf die Küchenanrichte. Hat die Spargelstange Pech, rollt sie von der Küchenanrichte und klatscht auf den dreckigen Boden, da niemand sie auffangen wollte. Sie war ja zu heiß.
Hat die Spargelstange noch mehr Pech, beachtet man sie nicht weiter. Tritt vermutlich ausversehen absichtlich auf sie drauf, sie zerquetscht qualvoll quietschend. Jetzt ist sie kaputt. Jetzt kann man sie in den Müll schmeißen. Wer will sie schon noch, diese mittlerweile eiskalte, zerquetsche, ungenießbare Stange Spargel?

Ja, meine liebe ehemals so beste Freundin, meine Seelenverwandte. Lachen. Du hast etwas dadrin kaputt gemacht. Dadrin. Nein, gerade nicht mehr. Einfach nur: Du hast etwas kaputt gemacht. Etwas sehr Entscheidendes.
Ja, mein ehemals so geliebter Exfreund. Auch du hast etwas kaputt gemacht. Nicht nur innerlich. Bewusst unbewusst oder doch unbewusst bewusst? Wie auch immer. Auch du hast etwas kaputt gemacht. Etwas sehr Entscheidendes.

Guten Appetit.