Montag, 3. Dezember 2012

Rammstein - Hilf` mir

Ich war ganz allein zu Haus
Die Eltern waren beide aus
Da sah ich plötzlich vor mir stehen
Ein Schächtelchen, nett anzusehen

Ei, sprach ich, wie schön und fein
Das muss ein trefflich Spielzeug sein
Ich zünde mir ein Hölzchen an
Wie's oft die Mutter hat getan

 
Immer wenn ich einsam bin
Zieht es mich zum Feuer hin
Warum ist die Sonne rund
Warum werd ich nicht gesund

 
Es greift nach mir, ich wehr mich nicht
Springt mir mit Krallen ins Gesicht
Es beißt sich fest, es schmerzt mich sehr
Ich spring im Zimmer hin und her

Oh weh die Flamme fäßt das Kleid
Die Jacke brennt es leuchtet weit
Es brennt die Hand, es brennt das Haar
Ich brenn am ganzen Leib sogar

 
Immer wenn ich einsam bin
Zieht es mich zum Feuer hin
Warum ist die Sonne rund
Warum werd ich nicht gesund -
Das Feuer liebt mich
Hilf mir
Das Feuer liebt mich nicht -
Das Feuer liebt mich

 
Ich bin verbrannt mit Haut und Haar
Verbrannt ist alles ganz und gar
Aus der Asche ganz allein
Steig ich auf zum Sonnenschein
Das Feuer liebt mich
Das Feuer liebt mich nicht

Hilf mir

Sonntag, 2. Dezember 2012

In der Nacht hat es geschneit. Mein größter Geburtstagswunsch ging dieses Jahr in Erfüllung. Und aus Dankbarkeit darüber verbrachte ich die Nacht zu meinem Geburtstag fressend und kotzend im Bad.

Genau genommen bin ich aber erst Nachmittags, ich glaube um 14:33 geboren worden. Demnach zählt der Aussetzer heute Nacht noch nicht zu meinem Geburtstag. Allerdings zählt der Schnee dann auch noch nicht. Und mittlerweile ist er schon wieder geschmolzen. 

 Zählen. Zahlen. Zerstörend.

14:33

Happy Birthday!


Ziele für das neue Lebensjahr:
Erneutes Spiel mit dem Feuer

  
Böhse Onkelz - Flammen

 Ich ging auf schmalen Pfaden
Bewegte mich auf dünnem Eis
Ich ging dahin, wo es weh tut
Nichts war mir zu heiß
Es war schon immer ein besonderer Kick
Verbotenes zu tun
Gesetze sind zum Brechen da
Dachte ich - und gab meinen Senf dazu

Ich stand in Flammen
Nichts war mir zu extrem
Kein Luftschloß groß genug
Kein Mädchen zu schön
Was man nicht durfte
Reizte mich noch mehr
Am Rande der Gesellschaft
Lebt sich's unbeschwert

Übermut tut selten gut
Heute weiß ich, was das heißt
Damals war's mir scheißegal
Also zahlte ich den Preis
Ich hatte Großes vor
Ich spielte mit dem Feuer
Und ich verbrannte tausendmal
Denn guter Rat war teuer
Alles war so leicht
Nur ich wußte nicht mal was
Irgendwas trieb mich voran
Manchmal Liebe, manchmal Hass 

Samstag, 1. Dezember 2012

Manchmal bezweifle ich, das Kind meiner Eltern zu sein. 
Gestern führte ich ein Gespräch mit meiner Mutter. Wir, nein, ich wagte mich zum ersten Mal an ernstere Themen. Meine Mutter, ich mag gerade nicht schlecht über sie reden, sie ist nunmal so in vielerlei Hinsicht. Ich bin auch nunmal so, anders. Jedenfalls, wie sage ich es nun, ohne beleidigend zu wirken, sie ist simpel. Einfach. Nicht direkt unintelligent, aber ich befinde mich, ohne arrogant zu wirken, mit meiner Gedanken-,Gefühls- und Handlungswelt auf einer ganz anderen Ebene. 
Und genau diese Tatsache machte mir erneut bewusst, daß Vieles, was in der Vergangenheit geschah, vielleicht doch nicht (nur) böse Absicht, sondern einfach Unwissenheit war. 

Und mein Vater. Er kennt im Moment nur noch sich, sein Selbst und seine Welt. Dennoch habe ich ihn so unsagbar lieb und verbiege in jeglicher psychischer (nicht körperlicher!) Hinsicht, nur um ihm zu gefallen. Einen kleinen Platz in seiner Welt ergattern. Nur meinen Opa, den habe ich genauso lieb. Vielleicht noch ein wenig mehr. Mein geliebter Opa, der mir vor kurzer Zeit freudestrahlend erzählte, er hätte von mir geträumt. Fünf Minuten später erzählte er mir erneut freudestrahlend, er hätte von mir geträumt. Fünf Minuten später erzählte er mir erneut freudestrahlend, er hätte von mir geträumt. Und widerrum vier Minuten später wartete ich freudestrahlend auf seine erneuten Worte.

- Du bist nicht weg. Du wechselst nur die Räume. Und wanderst weiterhin durch unsere Träume. -

Mein Leben war einfach auch schon mal spannender. Nicht, daß ich mir unbedingt alte Höllen zurück wünsche. Oder alte Höllen, getarnt als wunderschöne, alte Höllen mit wild loderndem Feuer. Ja, das ist es, was mir fehlt. Die wilden, lodernden, leuchtenden Flammen des alten Höllenfeuers. In mir brennt derzeit nur ein kleines Streichholz. Nicht mehr lange, dann ist es abgebrannt. Verbrannt. Verstorben. Tod. Hölle?