Montag, 30. Juli 2012

Ein Tag, der in die Geschichte der Nage.getiergruppe eingehen wird. Das Nage.getier hat sich erlaubt, zu frühstücken. Kein Fressgelage, kein Erbrechen, nein. Bewusst gefrühstückt, weil das Nage.getier es versuchen möchte. Mit der Selbstakzeptanz, dem würdigen Umgang mit der Vergangenheit und dem daraus folgendem, würdigen Umgang mit dem körperlichen Selbst. 
Und nein. Kein Krümel Brötchen, oder ein kleines Eckchen Toast. Zwei Brötchen mit Biokäse und Bionutella. Davor, währenddessen, danach natürlich Sport. Insgesamt über vier Stunden. Aber dennoch, das Nage.getier hat gefrühstückt. Und wird heute versuchen, der negativen Energiebilanz zu entfliehen. 

Mein geheiligtes Auto muss in die Werkstatt. Ohne mein Auto lebe ich nicht. Mein Auto ist mein Sicherheitskasten, der mich vor der bösen Welt dadraußen beschützt. Mein Sicherheitskasten, in dem ich im Außen lebe. Meine Betreuerin wird Heute oder Morgen mit mir und meinem geheiligten Auto in die Werkstatt fahren. Dort lassen werde ich es nicht. Denn ohne mein Auto lebe ich nicht. 

Und ja, ich habe gefrühstückt, obwohl ich heute nocheinmal meine geheiligte Wohnung verlasse. Ich verlasse niemals mit Nahrung im Magen das Haus. Und heute erlaube ich es mir, anstatt zu kotzen oder mich als Strafe (für das Essen und/oder die Vergangenheit) aufzuschlitzen.

Am Bein ist eine gute Entzündung im Gang. Es tut nicht weh, sieht nur eklig aus. Irgendwie.  
Das Nage.getier hat gefrühstückt. Irgendwie. 


1 Kommentar:

  1. Hey,
    hast mir vor einer Weile mal auf meinem Blog geschrieben,jetzt habe ich endlich mal den Weg zu dir gefunden und mich hier eingelesen.
    Das ist echt ein großer Schritt zu frühstücken,wenn man es sonst nie tut und auch nicht mit vollem Magen das Haus verlässt.Ich hoffe,du kommst mit dem Gefühl klar und wirst nicht durch ein schlechtes Gewissen heimgesucht.Ich finde es jedenfalls sehr mutig,dass du dich getraut hast zu frühstücken!

    Liebe Grüße Charlotte

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